8 Tipps, um schneller schreiben zu können

Wahrscheinlich hast du dich auch schon gefragt, wie es andere Autoren schaffen, Bücher wie am Fließband zu produzieren. Stephen King zum Beispiel schreibt jeden Tag 2000 Wörter, was ungefähr zehn Normseiten entspricht. Ich für meinen Teil habe mich nach jahrelanger Schreibroutine bei 1000 – 1500 Wörtern eingependelt. Es gibt auch große Autoren, die nicht so schnell schreiben. Ein Ernest Hemingway hatte zu seinen Lebzeiten nur 500 Wörter am Tag zu Stande bekommen und was aus ihm geworden ist, wissen wir alle. Wenn es dir dennoch wichtig ist, mit deinen Texten schneller voranzukommen, dann kann ich dir die folgenden Tipps ans Herz legen:

 

Setze dir Schreibziele, um schneller schreiben zu können!

Bei deinen Schreibzielen geht es wie bei allen anderen Zielen darum, dass diese SMART sind. Also S=spezifisch; M=messbar; A= akzeptiert; R=realistisch; T=terminiert. Es bringt dir nichts, ein Ziel zu setzen, an das du nicht glaubst und mit dem du komplett überfordert bist. Keiner sagt, dass du von heute auf morgen genauso schnell oder sogar schneller schreiben musst als dein Lieblingsautor. Fang erst einmal mit einem kleinen Schreibziel an, zum Beispiel 750 Wörter am Tag. Wenn du dieses Pensum dann regelmäßig erfüllst, kannst du diese Benchmark Stück für Stück anheben.

 

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Tägliche Routine!

Jeder Mensch ist anders und hat einen anderen Biorhythmus. Finde für dich heraus, welcher Typ du bist. Wenn du dich zu den frühen Vögeln zählen darfst, schreibe in den Morgenstunden und wenn du eine Nachteule bist, kannst du wahrscheinlich in den Abend- und Nachtstunden schneller schreiben. Es hilft auf jeden Fall, mit einer kleinen Kreativübung in den Schreibfluss zu kommen. Ich halte Morningpages für ein sehr probates Mittel, um etwaige Schreibblockaden zu lösen. Bei dieser Übung schreibst du von Hand ein zwei Seiten voll mit irgendetwas, das dir gerade in den Sinn kommt. Es geht bei dieser Übung nicht darum, einen anspruchsvollen Text zu verfassen, sondern um ein reines Training, das dich in den Schreibfluss bringen soll.

 

Der Schreibort!

Ich für meinen Teil bin am Schreibtisch wesentlich produktiver und höre beim Arbeiten klassische Musik. Es gibt aber auch Autoren, die absolute Ruhe brauchen oder irgendwo mit einem Laptop im Café sitzen, weil sie diese lebendige Atmosphäre brauchen, um schneller schreiben zu können. Eine Sache tut auf jeden Fall jedem gut, der es mit seinem Schreibprojekt ernst meint: Schalte dein Smartphone aus und lasse die Finger von den sozialen Medien, während du an deinem Projekt arbeitest.

 

Plane dein Schreibprojekt!

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, um sein Buchprojekt zum Ziel zu bringen. Stephen King beispielsweise ist ein sogenannter Discoverywriter, also jemand, der nicht genau weiß, wie seine Geschichten verlaufen. Auf diese Art und Weise kann er schneller schreiben als viele seiner Kollegen. Der Großteil der Autoren bevorzugt jedoch das Plotten. Sie skizzieren also schon einmal die Geschichte und tun das je nach Gusto bis in alle Feinheiten oder nur grob. Es kann auch durchaus hilfreich sein, vor dem eigentlichen Schreiben ein Exposé anzufertigen, in dem die Geschichte wie eine Inhaltsangabe angelegt wird. Egal welcher Schreibtyp du bist, es schadet auf jeden Fall nicht, am Anfang das Ende im Sinn zu haben.

 

Sperre den Kritiker aus!

Wenn du an deinem Projekt sitzt, muss der Kritiker fernbleiben. Um schneller schreiben zu können, solltest du dich nicht auf die Rechtschreibung und Grammatik konzentrieren, sondern darauf die Geschichte voranzutreiben, und die Wörter auf das Papier zu bringen. Um die Korrektur solltest du dich erst ganz am Schluss kümmern oder gar ein professionelles Korrektorat machen lassen.

 

Schneller schreiben: Das 10-Fingersystem!

Schreiben ist ein Handwerk wie jedes andere auch. Und als Handwerker solltest du dich mit deinem Werkzeugkasten auseinandersetzen und diesen gut befüllen. Dazu zählt meines Erachtens das 10-Fingersystem. Zu meinen Anfangszeiten habe ich noch nach dem beliebten Adlersuchsystem gearbeitet. Da dies oft für Frustration an der Tastatur gesorgt hatte, habe ich mich dann mal hingesetzt und das 10-Finger Schreiben geübt. Wenn ich ganz ehrlich bin, läuft es immer noch nicht so flüssig wie bei vielen anderen, aber ich kann mittlerweile deutlich schneller schreiben.

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Wissen, wie es weiter geht!

Um in den Flow zu kommen, ist es sinnvoll, zu wissen, wie es in deiner Schreibzeit weitergeht. Ich breche dafür oftmals nach meinem erreichten Wordcount von 1500 Wörtern mitten im Satz oder mitten im Kapitel ab, da ich dann am nächsten Tag genau dort wieder ansetzen kann, ohne lange überlegen zu müssen, was ich denn schreiben möchte. Über die Möglichkeit zu plotten haben wir ja schon gesprochen.

 

Pausen machen!

Auch unser Schreibmuskel brauch mal Pausen, um sich zu regenerieren und wachsen zu können. Setze dir geplante Pausen und nutze sie für ander Dinge, die dir den nötigen Schuss Kreativität verpassen, denn die brauchst du, um schneller schreiben zu können. Ich für meinen Teil gehe gerne raus in die Natur oder lese einfach ein gutes Buch. Gerade das Lesen ist ein wichtiger Teil des Schreibens, da du so deinen Werkzeugkasten mit neuen literarischen Fähigkeiten füllen kannst.

Wie bei jedem Handwerk gilt auch beim Schreiben: Übung macht den Meister!

 

Hast auch du noch Tipps und Tricks auf Lager, wie man schneller schreiben lernen kann? Hinterlasse gern deine Idee in den Kommentaren!

 

 

Autor

  • Mein Name ist Sandra Oelschläger und veröffentliche seit 2007 Bücher. Nachdem ich leider einige bittere Enttäuschungen mit diversen Verlagen machen musste, gründete ich 2012 einen eigenen Verlag. Dieser wurde rasch der Größte in der Sächsischen Schweiz. 2017 übergab ich schweren Herzens meinen Verlag in vertrauliche Hände und coache heute Autoren und jene, die im eBooks & Books- Business Fuß fassen möchten. Auf meiner Webseite "buch-byte.de" möchte ich meinen Besuchern gern helfen, ebenfalls die ersten Schritte im Kindl-Business zu gehen. Dafür stelle ich gern kostenfreie Informationen zur Verfügung.

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